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Food & Travel Südafrika

Komm, wir hol´n uns Südafrika nach Haus: Malva Pudding Rezept

Lieber Malva-Pudding, lass uns doch einfach heiraten. Am besten direkt am Strand von Sardinia Bay, mitten auf den Dünen. Wenn es eine weitere Liebe gibt, die ich in Südafrika gefunden habe, ist es entgegengesetzt zu dem deftigen Biltong das traditionell südafrikanische, köstliche Dessert namens Malva-Pudding. Eigentlich frech, dass sich diese kleine Kalorienbombe Pudding nennt, denn das ist es eigentlich gar nicht. Wann immer man mir Malva-Pudding vor die Nase setzt, kann ich einfach nicht aufhören, mit einem großen Löffel diesen klebrigen Kuchen (genau, Malva ist nämlich Kuchen) zu verputzen. Ich muss mich bremsen, so lecker ist er! 

Man erzählt sich viele Geschichten darüber, wo der Malva Pudding zum ersten Mal gebacken wurde und wieso er diesen lieblichen Namen trägt. Europäischen Ursprung soll er haben. Ich glaube ja es war so: Tante Malva hat ihn erfunden. Sie liebte Marula-Likör. Und so landete ein Schlückchen der Amarula nicht nur in Tante Malva sondern auch noch aus Versehen mal eines Abends in der Sahne. Und genau das ist das Geheimnis der Geschmacksexplosion. Likör muss nicht rein, nimmt dem ganzen aber neben der Aprikosenmarmelade den geschmacklichen Pfiff.

„Bitte, bitte, bitte zeigt mir doch endlich, wie man diesen leckeren Kuchen, ähm Pudding macht.“ Und so fand ich mich in Fiona´s Küche wieder, Mutters heiliges Rezeptbuch in der Hand. Ich lernte schnell, dass man die Zutaten in jedem noch so minimalistisch bestücktem Küchenschrank finden kann: Eier, Milch, Essig, Sahne, Mehl, Natron, Zucker und gute Butter. Ein alt bewährtes Rezept von Fiona´s Omi. Ohne großen Schnickschnack und wahrscheinlich gerade deshalb so eine himmlische Wucht. Der leckere Teig ist mit links gerührt und fertig für die Auflaufform. Zuletzt wird der Biskuit ähnliche Boden noch liebevoll in einer Butter-Sahne-Soße ertränkt.

Dieser schlicht und einfache Kuchen ist eine südafrikanische Tradition und egal wen man fragt, Malva-Pudding ist das beliebtesten Dessert im Land. Traditionellen Malva Pudding gib es vor Ort im Supermarkt fertig oder als Backmischung zu kaufen. Auch auf den Speisekarten der Restaurants in gesamt Südafrika springt einem das karamellig-süße Dessert direkt ins Auge. Aber wie langweilig ist das denn bitte? Selbstgemacht ist doch viel schöner und so einfach: Hier gibt es für euch ein schnelles Rezept:

Malva Pudding Rezept

Zutaten für den Teig

  • 150 g Mehl
  • 200 g Zucker
  • 1 TL Natron
  • 1 TL weißer Essig / Weißweinessig
  • 2 Eier
  • 1 EL Aprikosenmarmelade
  • 150 g Butter
  • 100 ml Milch
  • 5 ml Backpulver
  • ne Prise Salz
  • Vanille Aroma nach Belieben

Zutaten für die Soße

  • 200 ml Sahne (oder 150 ml Sahne und 50 ml Marula-Likör)
  • 100 g weiche Butter
  • 150 g Zucker
  • 100 ml warmes Wasser

Hinweis: Der Kuchen ist sehr klebrig, weswegen man ihn wohl Pudding nennt. Deswegen nehmt unbedingt eine Auflaufform und keine gewöhnliche Backform.

Zuerst den Ofen auf 180 °C vorheizen und eine Auflaufform dünn einfetten. Das klappt prima mit Butter-Spray.

Nun die zwei Eier mit dem Zucker schaumig schlagen und anschließend die Marmelade unterrühren. In einer weiteren Schüssel Mehl, Natron, Backpulver und die Prise Salz vermischen. Alles langsam in die Butter-Mischung sieben und vorsichtig unterrühren.

In der Zwischenzeit die Butter in einem Topf schmelzen und zusammen mit dem Essig zum Teig geben. Zuletzt wird die Milch untergerührt. Schwupps, ist die erste Hürde genommen! Den Teig nun in die gefettete Form gießen und für etwa 40 Minuten im vorgeheizten Backofen goldbraun backen.

Während der Kuchen im Ofen ist, wird die Soße zubereitet. Hierfür einfach alle Soßen Zutaten in einem Topf erwärmen, allerdings nicht kochen.

Sobald der Kuchen aus dem Ofen ist, wird er liebevoll mit einer Gabel eingestochert. So erzielt man, dass der Biskuit sich richtig schön mit der Soße vollsaugt, sobald man sie sachte auf den noch warmen Kuchen gießt. Während die dickflüssige Soße langsam in den Kuchen sickert, läuft euch mit großer Garantie das Wasser im Mund zusammen. Und der köstliche Duft erst! Der südafrikanische Kuchen aka. Pudding ist fertig, sobald er eine klebrige Konsistenz hat. Auch kann man hier noch nachhelfen, indem man den Kuchen rundherum mit einem Messer löst, sodass auch hier die Soße in jede Ecke läuft.

Und was kommt, wenn man´s mag, zum Schluss oben drauf auf das landestypische Dessert? Vanille-Eis! Ich L-I-E-B-E Eis. Und es passt so wunderbar gut zum Geschmack der Aprikosenkonfitüre.

Schön die Auflaufform einfetten und wenn man dieses fancy Cook n`Spray benutzt, bitte nicht am Butter-Nebel ersticken!

Die Mäuseecke übersehen wir mal lieber.

Sachte gießt man nun die Soße auf den Kuchen. Es muss richtig triefen!

Egal ob zum Frühstück, Nachtisch oder zum heimlichen Naschen zwischendurch: Malva Pudding geht immer und ist mal eben schnell aus dem Ärmel gezaubert! Eignet sich deswegen auch hervorragend für spontanen Besuch und gibt direkt Bonus-Punkte bei Freunden: “Hey, ich hab euch da einen SÜDAFRIKANISCHEN Nachtisch gezaubert.” Der Malva-Pudding wird noch warm verputzt. Wahrscheinlich, weil er so lecker ist, das sowieso nichts davon übrig bleiben würde!

Back dir nen Malva-Pudding, und dein Tag ist gerettet!

Wer nicht nach Südafrika reisen mag oder noch keine Zeit hatte, hat jetzt die ultimative Chance, sich ein südafrikanisches Souvenir in die Küche zu holen: Backt euch doch fix einen Malva-Pudding – dann wisst ihr wie köstlich Südafrika schmeckt!

So, nu’ holt mal flott das Marula-Likörchen aus dem Schrank und nix wie ran an den Mixer!

HIER gibt´s außerdem die Rezept-PDF zum kostenlosen Download:

Das Rezept kannst du kostenlos HIER downloaden!


Zu guter Letzt stelle ich mit Entsetzen fest, dass ich eine absolute Niete in hübscher Food-Fotografie bin (*döödöööm*).

Habt ihr schonmal Malva-Pudding gegessen oder sogar selbst gebacken? Gefällt euch mein Rezept? Ich freue mich über eure Antwort in den Kommentaren!

Jill 

 

 

 

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6 Comments

  • Jill | bliss & jaunt
    15. August 2017 at 14:51

    Hallo Sabine,
    jetzt hab ich das Rezept nochmal durchgelesen und erst jetzt ist mir der absolute Supergau aufgefallen. Die Eier werden zu Beginn mit dem Zucker schaumig geschlagen und die Butter wird später zusammen mit dem Essig und der Milch flüssig unter den Teig gehoben.
    Das habe ich beim Schreiben anscheinend alles ein bisschen durcheinander gewürfelt und es nun im Rezept korrigiert. Ich selbst backe das Rezept mittlerweile ohne groß nachzudenken aus dem FF.
    Etwas weniger Zucker schadet dem Rezept nicht. Habe ich auch schon einmal gemacht. Typisch afrikanisch ist halt wie typisch amerikanisch: Zuckerschock. …trotz meines Rezept-Fauxpas ist der Kuchen dir ja sichtlich gelungen! Puh. Und danke für dein Feedback. Das freut mich natürlich sehr. Lass es dir schmecken! 🙂 P.S. das ein oder andere Südafrikanische Rezept hab ich noch im Gepäck mitgebracht. Liebe Grüße, Jill

  • Sabine Raster
    15. August 2017 at 13:56

    Hallo Jill,
    ich bin’s schon wieder 🙂 Habe den Pudding heute früh gemacht und soeben mit einer Kugel Vanilleeis verputzt. Der ist wirklich Hammer, baie lekker 😉
    Allerdings hab ich in die Soße nur noch zwei Esslöffel Zucker rein getan, keine 150 Gramm, das hat vollkommen ausgereicht.
    Noch eine Anmerkung zu Deinem Rezept: die Butter, die ich zu Anfang mit dem Zucker schaumig schlage, kann ich nachher nicht noch schmelzen und in den Teig geben. 😉 Der Satz müsste da wohl noch raus und den Essig hab ich einfach zum Schluß mit rein gekippt.
    Dein Rezept ist gleich in meine Sammlung gewandert. Wenn Du noch mehr aus Südafrika hast, immer her damit.
    Liebe Grüße, Sabine

  • Jill | bliss & jaunt
    14. August 2017 at 07:27

    Liebe Sabine,
    Ersteinmal freut es mich riesig, dass du dich an meinem Rezept versuchst 🙂
    Ja…die Eier, die hab ich wohl einfach vergessen. Vielen Dank für den Hinweis! Die Eier kommen zu der Butter und dem Zucker zu Beginn und werden mit schaumig geschlagen.
    Das werde ich später auch in der PDF abändern und im Text ergänzen.

    Lass mich wissen, wie der Malva-Pudding geworden ist,ja?
    Liebe Grüße, Jill

  • Sabine Raster
    13. August 2017 at 22:20

    Liebe Jill, in der Zutatenliste stehen auch zwei Eier. Leider habe ich auch nach mehrmaligem Lesen nicht gefunden, wann Du die in den Teig gibst, oder ob sie überhaupt rein gehören 😉
    LG aus München, Sabine

  • Jill | bliss & jaunt
    13. April 2017 at 14:02

    Dann kannst Du dir ja nun ein bisschen Südafrika in die Küche holen 🙂

  • Dodo
    12. April 2017 at 16:06

    ..jetzt habe ich Appetit auf South Africa 🌍 ☀️ 🤤

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